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Work@UDG: Johannes Jendrsczok

Arbeitssituation M. Büttner , L. Beßler, P. Yenner

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“Wer Lust hat, Neues zu entwickeln, wird hier viel Spaß haben”

Als Senior Software Architect im Karlsruher Office der UDG United Digital Group arbeitet Johannes Jendrsczok nicht nur mit Schnittstellen, er ist selbst eine: Er vermittelt zwischen Fachabteilungen und Entwicklung. Der Informatiker setzt das Angebot, das mit Kunden vereinbart wurde, in Anforderungen an die Programmierung um und begleitet die Umsetzung des Projekts. In seiner Freizeit engagiert sich der 36-Jährige beim Bereitschaftsdienst des Deutschen Roten Kreuzes.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Dir aus?

Johannes: Das hängt davon ab, in welcher Phase meine Projekte gerade sind. An manchen Tagen bin ich in Workshops mit Kunden dabei, an anderen verbringe ich meine Zeit vor allem in Abstimmungsrunden mit den Kollegen, an anderen skizziere ich die Lösung für technische Anforderungen, kläre die Rahmenbedingungen für die Umsetzung ab oder beantworte Nachfragen von den Entwicklern. Dass ich mit vielen verschiedenen Abteilungen zu tun habe, macht meinen Job sehr abwechslungsreich.

Wie erklärst Du Deinen Eltern oder Großeltern, was Du arbeitest?

Johannes: Am einfachsten gelingt das mit Anwendungsbeispielen. Also: Wir haben dafür gesorgt, dass Kunden im Baumarkt jetzt mit der Kundenkarte bezahlen können. Das versteht jeder.

Software-Entwickler sehen sich ja immer noch mit dem Vorurteil konfrontiert, Nerds mit eingeschränktem Kontakt zur Außenwelt zu sein…

Johannes: Das war vielleicht in den achtziger oder neunziger Jahren so, dass Entwickler monatelang ganz alleine vor sich hingearbeitet haben. Wir sind in unseren Projekten normalerweise zwischen fünf und zwanzig Personen, ein Drittel davon Frauen – wir reden viel miteinander und mit den Kollegen.

Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?

Johannes: Ich habe an der TU Darmstadt Informatik studiert, anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet, einen Spezial-Compiler entwickelt und gemerkt, dass ich gerne andere anleite und mit mehreren Personen zusammenarbeite, weil die Ergebnisse dann besser sind. Vor vier Jahren habe ich dann bei edoras, einer Spezialagentur, die seit 2014 zur UDG-Familie gehört, als Entwickler angefangen und bin seit 2013 Software Architect.

Was fasziniert Dich am Arbeiten in der digitalen Welt?

Johannes: Dass ich immer am Puls der Zeit bin. Unsere Kunden sind in ihrem Bereich führend und wollen deshalb auch in der digitalen Welt ganz vorne mit dabei sein.

Und was macht Dir an Deinem Job besonders Spaß?

Johannes: Ich bewege mich gerne zwischen den Welten des Fachlichen und des Technischen. Wenn am Ende des Tages ein schwieriges Problem gelöst ist und wir im Web etwas angucken können, das wir geschaffen haben, dann macht mir das Freude.

Und privat? Bist du „always on“ – oder schaltest Du Dein Smartphone auch mal aus?

Johannes: Ich bin nicht mit dem Handy aufgewachsen und kann deshalb auch tagelang ohne auskommen. Da ich am Rand des Schwarzwalds wohne, bin ich schnell in der Natur und kann gut abschalten. Zudem bin ich seit meinem Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und inzwischen Bereitschaftsleiter. Bei diesen Einsätzen bekomme ich den Kopf frei, treffe ganz andere Menschen und sehe, was wirkliche Probleme sind. Vor ein paar Wochen haben wir am Wochenende eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet mit Betten und Material, dann die Flüchtlinge willkommen geheißen, sie betreut, untersucht und ihnen geholfen, zu ihren Familien Kontakt aufzunehmen. Diese ehrenamtliche Tätigkeit gibt mir ganz viel.

Wenn jemand nun Lust bekommt, bei der UDG im Bereich Applications zu arbeiten – welche Eigenschaft sollte er unbedingt mitbringen?

Johannes: Kommunikationsfreudigkeit, Lust auf neue Menschen, neue Themen, neue Unternehmen, neue Industrien. Wer Lust hat, Neues zu entwickeln, wird hier viel Spaß haben. Wer am liebsten nach Vorschriften und Dokumenten arbeitet, ist bei uns falsch.

Zum Schluss noch eine Frage nach Deinen Aussichten: Was siehst Du, wenn Du über den Monitor schaust?

Johannes: Ich schaue auf den Durlacher Turmberg und ins Grüne. Dieser Weitblick ist sehr angenehm.