Technology

UDG realisiert für Volkswagen die Business-Plattform „One“

VW Logo auf Kühlergrill

Beitrag von |

01

„Wir sind an diesem Projekt gewachsen“

Rund 40.000 Partnerfirmen nutzen das globale Lieferantennetzwerk von Volkswagen. Um die Zusammenarbeit noch effizienter zu machen, hat die UDG United Digital Group die Business-Plattform „ONE“ in der Technologie und im Design konzipiert und implementiert. Sie ist eine der größten Arbeitsplattformen im Volkswagen-Konzern und verbindet ab sofort mehr als 300.000 Nutzer und Lieferanten aus verschiedenen Bereichen. Über die agile Umsetzung berichtet Utku Aksoy, der das Projekt als Geschäftsführer bei der Agentur verantwortet hat.

Was ist die technische Grundlage für die Lieferantenplattform „ONE“ von Volkswagen?
Utku Aksoy: Technisch basiert die Plattform auf dem Content-Management-System First Spirit und einer in Java entwickelten Web-App. Damit haben wir die Grundlage geschaffen, das B-Portal und den öffentlichen Bereich der Konzern Business Plattform zu fusionieren.

Worin bestanden die größten Herausforderungen?
Utku Aksoy: Vor allem in der technischen Komplexität. Die Plattform wurde als Ein-Projekt-Lösung umgesetzt, um Content- und Template-Sharing für die Redakteure zu vereinheitlichen. Besonders aufwendig war das Berechtigungskonzept, das festlegt, welcher Nutzer Zugang zu welchen Informationen und Funktionen hat. Als globaler Konzern unterliegt Volkswagen außerdem besonderen Regularien und verfügt über eine Vielzahl von Systemen.

Mit welcher Methodik wurde das Projekt umgesetzt?
Utku Aksoy: Da das Projekt sehr komplex und die Anforderungen zu Beginn nicht ganz eindeutig waren, haben wir uns gemeinsam für Volkswagen von Anfang an für ein agiles Vorgehen mit Scrum entschieden. Bei dieser Methode gibt es kein Lasten- und Pflichtenheft, die die Anforderungen vorab definieren, sondern diese werden im Laufe des Projekts Schritt für Schritt festgelegt. Diese Methode erfordert jedoch ein hohes Engagement beim Kunden. Dieser stellt auch den sogenannten Project Owner, der sein Unternehmen als Auftraggeber sowie alle Stakeholder vertritt. Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er jeden Fortschritt des Projekts sieht und deshalb flexibel auf die Entwicklung reagieren kann.

Wie eng war die Kooperation mit Volkswagen?
Utku Aksoy: Die Zusammenarbeit war sehr eng, wir haben täglich kommuniziert – und sie war auch sehr partnerschaftlich. Also keine klassische Kunden-Dienstleister-Situation, wie sie oft bei der traditionellen Wasserfallmethode vorkommt. Wir haben immer an einem Strang gezogen, gerade auch in kritischen Situationen, die es ja in jedem Projekt gibt. Durch die intensive Auseinandersetzung sind Volkswagen und wir auch kulturell zusammengewachsen und zu einem Team geworden.

Was hat dich an dem Projekt besonders beeindruckt?
Utku Aksoy: Der Zusammenhalt im Team war großartig. Die Mitarbeiter haben sich unglaublich stark mit der Marke Volkswagen identifiziert und für das Projekt alles gegeben, auch ihre freien Wochenenden. Sowohl wir als Agentur als auch die einzelnen Mitarbeiter sind an diesem Projekt gewachsen und werden von den Erfahrungen künftig profitieren.