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Sichtbarkeit auf Amazon

Ein Tablet liegt auf einer Tastatur, Amazon ist geöffnet -  daneben liegen Kopfhörer

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SEO, Buy-Box-Optimierung und Anzeigen

Auf Amazon.de werden derzeit 250 Millionen Produkte zum Kauf angeboten. Um auf dem Marktplatz sichtbar zu sein, können Händler drei Maßnahmen ergreifen:

  1. SEO für Amazon

  2. Optimierung der Buy-Box

  3. Anzeigen auf Amazon

Ob für die Suchergebnisse oder für die Buy-Box optimiert wird, hängt in erster Linie davon ab, ob ein Händler ein Produkt exklusiv vertreibt – dann sollte er sich auf die Suche fokussieren. Denn je besser er rankt, umso mehr Traffic bekommt seine Produktseite und desto mehr Umsatz wird er erwirtschaften.

Eine Optimierung für die Buy-Box bietet sich vor allem in jenen Fällen an, in denen der gleiche Artikel von vielen Shops via Amazon angeboten wird.

Anzeigen lohnen sich bei SEO für Amazon, um die eigene Position durch das Mehr an Abverkäufen, das durch „Gesponserte Produkte“ erzielt wird, zu verbessern. Bei der Optimierung für die Buy-Box sind Anzeigen vor allem dann interessant, wenn die Buy-Box von einem anderen Händler besetzt ist oder das eigene Produkt nicht auf der ersten Seite zu einem Suchbegriff angezeigt wird.

SEO für Amazon

Händler, deren Produkte in der Amazon-Suche ganz oben gelistet werden, profitieren gleich doppelt davon: bei Suchen auf Amazon selbst und bei Anfragen über allgemeine Suchmaschinen wie Google, da der Marktplatz dort sehr gut positioniert ist und von dort zusätzlich Kunden auf das Angebot geleitet werden.

Doch welche Kriterien entscheiden über die Positionierung in den Amazon-Suchtreffern? In erster Linie sind das die verkaufte Stückzahl sowie die Conversion Rate. Diese beiden Kriterien lassen sich nur indirekt beeinflussen, andere wichtige Rankingfaktoren jedoch direkt – und zwar durch Amazon Marketplace Optimization, also SEO für Amazon.

  • Titel: Der Titel ist das Top-Rankingkriterium bei Amazon. In den ersten 80 Zeichen sollten deshalb die wichtigsten Begriffe untergebracht werden, darunter Marke, Produktname oder –linie, Farbe, Größe und weitere Merkmale.
  • Attribute: Alle fünf Spiegelstrich-Felder sollten mit relevanten Infos und Produktfeatures ausgefüllt werden. Dabei sollte der Text kurz gehalten und Zahlen in Ziffern geschrieben werden. Auf welcher Position sich ein Begriff befindet, ist dabei nicht relevant.
  • Suchbegriffe: Die „allgemeinen Suchbegriffe“ sind im Frontend nicht sichtbar. Pro Feld können maximal 50 Zeichen, bei manchen Produkten neuerdings sogar 1.000 Zeichen eingegeben werden. Keywords aus dem Titel nicht wiederholen und weder Füllwörter noch Anführungszeichen verwenden. Auch hier wirkt sich die Positionierung der Suchbegriffe nicht auf das Ranking aus.
  • Beschreibung: In der Produktbeschreibung, die 500 Zeichen Länge hat, sollten alle wichtigen Eigenschaften des Artikels aufgeführt werden.
  • Abbildungen: Es können bis zu sieben Bilder hochgeladen werden, am besten in der Kombination aus Produkt-, Details- und Anwendungsdarstellung und mit weißem Hintergrund. Die Auflösung sollte 1000 x 1000 Pixel betragen.
  • Produktbewertungen: Möglichst viele und gute Bewertungen aufbauen, um Vertrauen ins Produkt herzustellen. Für mehr Bewertungen können derzeit sogenannte Review Clubs genutzt werden, bei denen die Artikel den Testern gratis zugesendet werden.

Buy-Box-Optimierung

Die Buy-Box ist der Kasten am rechten Rand, die den Button „In den Einkaufswagen“ umrahmt. Gibt es mehrere Anbieter für ein Produkt, wählt Amazon einen davon aus und hinterlegt ihn dort als Verkäufer. Die Optimierung der Buy-Box ist deshalb vor allem für jene Händler wichtig, die keine exklusiven Vertriebsrechte für ihre Produkte besitzen.

Nach welchen Kriterien ein Händler in die Buy-Box integriert wird, gibt Amazon nicht im Detail bekannt und nennt nur Preis und Verfügbarkeit. Mit dem Preis ist der Gesamtpreis inklusive Steuer und Versandkosten gemeint – je niedriger desto besser. Ebenfalls eine Rolle spielen Versandmethode, Versanddauer, -zuverlässigkeit, Händlerbewertungen sowie der Anteil fehlerhafter Bestellausführungen (Order Defect Rate) und die Reaktionszeit auf Kundenanfragen.

Anzeigen bei Amazon

Ähnlich wie bei Google AdWords können auch bei Amazon Produkte beworben werden und als Anzeigen zu bestimmten Produktsuchen eingeblendet werden. Im Gegensatz zu früheren Anzeigen bei Amazon verlinken die neuen „Gesponserten Produkte“ nicht mehr auf die Händlerseite, sondern auf das jeweilige Amazon-Angebot des Händlers.

Da diese Anzeigen auf der ersten Ergebnisseite zu einem Suchbegriff präsentiert werden und die Anzahl der Verkäufe steigern, nehmen sie zusätzlich Einfluss auf das organische Ranking – eine interessante Option, SEO über Werbebudget zu beeinflussen.

Die Bezahlung erfolgt – wie bei Google AdWords – pro Klick, die Gebote liegen (noch) deutlich unter denen in klassischen Suchmaschinen. Das Mindestgebot liegt derzeit bei zwei Cent.

Eine ausführliche Version dieses Artikels wurde in der INTERNET WORLD Business veröffentlicht.

Simon Loebel

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