Touchpoints

Marketing mit der Apple Watch

Laptop mit Händen

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“Kleines Display mit großem Potenzial”

Noch sind sie nicht Teil des Alltags, aber sie haben das Zeug dazu: Smart Wearables sind dabei, den deutschen Markt zu erobern. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 3,6 Millionen dieser tragbaren Geräte verkauft. Das größtes Wachstum – nämlich ein Plus von mehr als 600 Prozent – wiesen dabei PricewaterhouseCoopers zufolge die Smartwatches auf, von denen 540.000 Stück abgesetzt wurden. Doch das war nur der Anfang.

Denn morgen kommt die Apple Watch in den Handel. Der Konzern bringt drei Kollektionen heraus, darunter eine Luxusversion für 18.000 Euro. Die Kunden sind begeistert: Mehr als eine Million Vorbestellungen sind seit dem 10. April 2015 eingegangen. Doch welche Chancen birgt die Smartwatch für das Marketing? Große, glaubt Simon Loebel, Chief Operating Officer der UDG United Digital Group – wenn Unternehmen das neue Gerät zur Personalisierung einsetzen:

„Wearables werden dieses Jahr einen großen Schritt zu einer massentauglichen und täglichen Nutzung machen. Akkulaufzeit und vor allem echte Mehrwerte in den Funktionen und Inhalte sind hier entscheidend. Ich traue Apple zu, hier wieder mal Maßstäbe zu setzen. Denn der Konzern hat es immer wieder geschafft, Dinge, die es schon gab, in einen sinnvollen Kontext zu setzen und damit einen bisher unerkannten Mehrwert zu transportieren. Bei Smartphone und Tablet haben sie es schon vorgemacht, warum sollte es bei der Watch anders sein.

Alle Touchpoints nutzen

Beim Umgang mit der Apple Watch sollten Marken bei ihrer digitalen Markenführung sämtliche Touchpoints nutzen, um mit ihren Kunden zu interagieren. Genau das macht die Möglichkeiten der Personalisierung ja auch aus: Dem Kunden dort zu begegnen, wo er mit seiner Lieblingsmarke kommunizieren möchte. Das kann dann die Watch für den einen und das Tablet für den anderen Kunden sein.

Für Unternehmen sehe ich dabei – neben Klassikern wie Fitness-Apps und medizinischen Features – in der Vernetzung der Smartwatches und den damit verbundenen neuen Formen der Kommunikation großes Potenzial. Glaubt heute keiner, aber wer hätte der SMS oder WhatsApp einen solchen Siegeszug zugetraut? Brands können natürlich davon profitieren, wenn sie bei der “Apple Watch” zu den First Movern gehören. Ob ich zu den ersten gehören muss, ist abhängig von meiner Zielgruppe, der Positionierung meiner Marke und meinem Produkt.”