Sieben Maßnahmen für das Weihnachtsgeschäft

Author | rainer.grundel@udg.de
21 September 2017 | | One Comment

Von den Basics zu den Gimmicks

Schon tauchen in den Supermärkten die ersten Lebkuchen auf – höchste Zeit, den Shop fürs Weihnachtsgeschäft fit zu machen. Sieben Maßnahmen für mehr Umsatz.

 

(Foto: Pixabay/Pexels)

(Foto: Pixabay/Pexels)

 

1. IT-Landschaft überprüfen

 

Statt ihren Shop selber zu hosten sollten Sie den Wechsel in ein professionelles Infrastructure as a Service Angebot (Iaas) prüfen. Geeigneter Partner ist z. B. die Open Telekom Cloud von der Deutschen Telekom. Mit Open Stack kann jederzeit zwischen Anbietern gewechselt werden, die Bereitstellung passiert innerhalb von Sekunden.

 

Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit von Ressourcen, die bei Bedarf auch komplett abgeschaltet werden können (Autoscaling). Dabei werden jederzeit die beste Performance und immer nur die benötigten virtuellen Maschinen (VMs) aktiviert. So können Sie Einsparungen erzielen und sind dennoch für Peaks in der nächsten Weihnachtszeit bestens gerüstet. Dabei sollten Sie früh hochskalieren und langsam runterskalieren – die Verzögerungszeit zum Abschalten sollte größer sein wie die Zeit zum Anschalten – Ihre Systeme kontinuierlich aufbauen und Limits setzen, damit die Kosten zur Abwehr von Attacken nicht aus dem Ruder laufen.

 

2. Performance verbessern

 

Google gibt an, dass ca. 40 Prozent der User eine Webseite verlassen, wenn diese nicht innerhalb von drei Sekunden geladen wurde. Ein Anlass, sich auch mit den eingesetzten Bildern zu beschäftigen, diese zu optimieren und das Browser-Caching für alle statischen Ressourcen zu überprüfen. Dabei kann auch die Einbindung eines automatisierten Bildoptimierungsprozesses helfen, wie zum Beispiel die Anbindung von tinypng.com über die Webservice-Schnittstelle und die Anpassung des Redaktionsworkflows.

 

Seiteninhalte, die ohne Scrollen sichtbar sind (Above the fold rendering) sollten gerendert sein und ohne Wartezeiten für das Laden weiterer JavaScript- und CSS-Ressourcen sichtbar sein. Verschieben Sie dabei blockierende Ressourcen oder laden Sie diese asynchron und bilden kritische Bereiche dieser Ressourcen direkt inline im HTML ab. Darüber hinaus hilft es, die Antwortzeiten des Servers zu optimieren und den Einsatz eines Reverse Proxies zu prüfen, für den wir Varnish oder NGINX empfehlen.

 

Einen ersten Quick Win bei der Performance Ihres Webshops können Sie erreichen, wenn alle Ihre Inhalte komprimiert vom Server ausgeliefert werden.

 

3. Google Accelerated Mobile Pages nutzen

 

Ziel von Accelerated Mobile Pages (AMP) ist, zunächst die Ladezeit von mobilen Websites zu verbessern und dadurch eine höhere Nutzerzufriedenheit zu erzeugen. Hier können Einsparungen der Ladezeit von bis zu 85 % erzielt werden. Webseiten mit AMP-Technologie werden zudem auf Google oberhalb der Ergebnisse dargestellt. Google gibt an, dass ca. 40 Prozent der User eine Webseite verlassen, wenn diese nicht innerhalb von drei Sekunden geladen wurde.

 

Dabei kann eine Seite im Shop parallel als AMP-Seite und als responsive Seite ausgeliefert werden. Das Laden von Inhalten einer Webseite kann durch die Verwendung von Javascript relativ viel Zeit in Anspruch nehmen. Achten Sie daher darauf, dass Googles AMP nur asynchrones Javascript akzeptiert. Bei AMP sind CSS Inline Pflicht und nur bis zu 50 Kilobyte erlaubt. Inline bedeutet, dass die Inhalte direkt in die Seite geschrieben werden.

 

Über verschiedene Google-Proxy-Server werden AMP-Seiten zwischengespeichert. Das Laden erfolgt dann über das Content Delivery Network mit http 2.0.

 

4. Kampagnen mit Marketing Automation umsetzen

 

Mit Marketing Automation sind Software-Plattformen gemeint, die aus den Funktionen Datenbank, Web-Controlling, Kommunikation, Workflows und CRM-Synchronisation bestehen. Damit können Marketingkampagnen effizient geplant und umgesetzt werden. Außerdem können Unternehmen damit messen, welchen Erfolg die einzelnen Marketingmaßnahmen haben.

 

Generieren Sie ein eigenes Interessenprofil Ihrer Kunden und fangen Sie an, dieses zu nutzen. Beginnen Sie mit personalisierten Inhalten. Bei den Anbietern von Marketing-Automation stehen Mietvarianten (Platform as a Service – on demand) oder eigenständig gehostete Lösungen (on premise) zur Verfügung.

 

5. Social-Media-Channels aufräumen

 

Prüfen Sie, ob alle Social-Media-Kanäle noch aktiv genutzt werden. Falls nicht, dann konsolidieren Sie diese. Im besten Fall denken Sie über eine neue Content Distribution Platform nach, die Kanäle zentral zu steuern und befüllen kann. Denn eine zentrale Verteilerplattform spart Kosten und behebt das Problem mit toten Kommunikationskanälen.

 

6. Chatbot einrichten

 

Chatbots sind textbasierte Dialogsysteme. Jeder kennt noch die springende Microsoft Heftklammer, die damals auch ohne künstliche Intelligenz (KI) auskommen musste. Frei nach dem Prinzip “if – then”. Heute lernen Bots selbstständig dazu und können sich ständig verbessern – und sie sind rund um die Uhr für den Kunden verfügbar.

 

Ein spannendes Einsatzgebiet für Chatbots ist beispielsweise das Ersetzen der Live-Chats auf der Website. In Chats werden meist nur einfache Anfragen bearbeitet. Ein Bot hilft dabei und die Supporter können sich auf komplexere Fragestellungen fokussieren. Darüber hinaus kann die Technik eingesetzt werden, um FAQs zu ersetzen oder den Kunden den Weg zum richtigen Produkt zu weisen, nachdem sie die Produktsuche auf der Startseite verwendet haben. So kann der Chatbot die Eingabe “Winterstiefel” aufnehmen und den Kunden nach der gewünschten Größe und Farbe befragen.

 

7. Digitale Assistenten testen

 

Google Home, Alexa und Co sind gerade dabei, sich einen festen Platz in den Wohnzimmern und Küchen zu erobern. Das Einkaufen über die Geräte wird zwar bei uns in Deutschland noch nicht wirklich gut genutzt, aber der Trend zeigt nach oben. Den anfänglichen Schwung sollten Sie nutzen und auch Ihr Business auf die Plattformen bringen.

 

Shopping-Skills für Amazon Echo sind noch übersichtlich. Um Bestellungen über die Geräte entgegennehmen zu können, ist ein sehr hoher technischer Aufwand nötig, der sich noch nicht rechnet. Doch warum nicht eine App entwickeln, die dem Nutzer die aktuellen Angebote und Rabattaktionen des eigenen Shops direkt ins Wohnzimmer bringt? „Alexa, frage “Shopname” nach meinen Rabatten.“

 

Wie Onlinehändler ihr Performance Marketing vor dem Fest optimieren, lesen Sie in Kampagnen fürs Fest jetzt starten.

 
 
rainer.grundel 

Über den Autor:

Rainer Grundel ist als Diplom-Informationswirt (FH) spezialisiert auf die Beratung sowie das Requirements Engineering für agile und wasserfallbasierte Projekte. Er begleitet Unternehmen sowie Institutionen mit webbasierten Anwendungen und Geschäftsprozessen in der Unternehmensdigitalisierung.

 

#ECOMMERCE #FROHESFEST

 


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