Work@UDG: Jörg Heidrich

Author | tanja.gabler@udg.de
18 Februar 2016 | | No Comments

„Erst analytisch, dann kreativ“

Als Creative Director Concept im Ludwigsburger Office der UDG United Digital Group berät Jörg Heidrich Kunden dabei, wie sie digitale Herausforderungen meistern. Der 34-Jährige bezeichnet sich als „Berufsschizophrener“, da er als Konzepter erst analytisch vorgeht und dann kreativ sein muss, wenn es um die Lösungsfindung geht.

 Jörg_Heidrich
 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Dir aus?
Jörg: Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht so richtig. Ich bin jeden Tag mit meinem Team zusammen und diskutiere Projekte. Die Projekte selbst sind aber immer anders: Jeder Kunde bringt sehr unterschiedliche Herausforderungen mit. Mein Arbeitstag ist daher eine gute Mischung aus der Zusammenarbeit mit meinem Team, Geschäftsterminen und Workshops mit Kunden.

 

Deine Aufgabe ist die Beratung. Nehmen die Kunden Deine Vorschläge an?
Jörg: Manchmal nehmen die Kunden die Ideen an, manchmal nicht. Es ist jedes Mal wieder spannend, sich auf die Kunden einzulassen und mit ihnen Lösungen für genau ihr Problem zu erarbeiten. Und manchmal trifft man dann auf Anhieb die Vorstellungen, manchmal aber auch nicht.

 

Ärgerst Du Dich, wenn sie Deine Vorschläge nicht umsetzen?
Jörg: Nein. Das ist ein Lernen auf beiden Seiten. Und Geduld gehört auch dazu.

 

Wie erklärst Du deinen Eltern oder Großeltern, was Du arbeitest?
Jörg: Das ist gar nicht so einfach. Noch vor wenigen Jahren war vielen mein Beruf als Informationsarchitekt bekannt. Und zur Erklärung gegenüber älteren Menschen nehme ich daher oft das Berufsbild des Architekten, darunter kann sich jeder irgendwie etwas vorstellen. Ich kümmere mich darum, wo das Haus steht, ob es den Bedürfnissen des Eigentümers entsprechend so wird wie die Häuser außen herum oder bewusst ganz individuell. Ich kläre, wie die Räume auf die Etagen aufgeteilt werden, wie viele Zimmer es gibt, durch welche Türen man von Raum zu Raum kommt und wo die Wasseranschlüsse hinmüssen. Die Planung und Dokumentation von allem also, sodass andere auf der Basis das Haus dann bauen können. Und das alles eben nur in der digitalen Welt für große Kunden mit komplexen Webseiten oder Applikationen. Ich lege aber nicht die Fliesen oder streiche die Wände. Und irgendwie verstehen die meisten das.

 

Wie bist Du zu der Aufgabe gekommen?
Jörg: Ich habe in Berlin an der Universität der Künste Visuelle Kommunikation studiert und habe schnell gemerkt, dass ich im Bereich Marketing und Werbung zuhause bin. Vor über acht Jahren habe ich dann bei Bassier, Bergmann & Kindler angefangen, einer der Gründungsagenturen der UDG. Die ersten Jahre habe ich als Concept Developer exklusiv für Porsche gearbeitet. Dann bin ich Teamleiter geworden, wodurch nach und nach neben Porsche auch andere Kunden in meinen Verantwortungsbereich gefallen sind. Seit drei Jahren leite ich jetzt die Konzeption und betreue so neben Automotive auch Kunden aus den Branchen Telekommunikation, Finanzen, Pharma und Investitionsgüter. Allen gemein ist, dass ihre Produkte erklärungsbedürftig sind und man gute Konzepte braucht, um sie verständlich zu machen.

 

Eine Frage an Dich als Designer: Wie muss ein Internetauftritt aufgebaut sein, damit er Dir gefällt?
Jörg: Ich mag ganz persönlich schon auch einfach schöne Websites. Primär soll ein Auftritt aber gut bedienbar sein und mir dabei helfen, meine Aufgabe zu erfüllen. Visuelle Gestaltung ist für mich Ausdruck eines Zwecks. Form follows function und so – der Klassiker halt. Diese Funktion kann für mich natürlich auch visueller Genuss oder eine besonders spannende Interaktion sein. Dann hat eben das für mich absolut seine Berechtigung.

 

Und was macht Dir an Deinem Job besonders Spaß?
Jörg: Die Zusammenarbeit mit meinem Team. Und dass es jeden Tag etwas Neues zu entdecken und gestalten gibt.

 

Bist du „always on“ – oder schaltest Du Dein Smartphone auch mal aus?
Jörg: Extrem selten, ich bin so ein Always-on-Typ.

 

Und morgens greifst Du als erstes zum Handy?
Jörg: Genau, das ist schon der Wecker. Dann stehe ich auf und mache meine Kinder fertig für den Tag. Dann checke ich Mails und Termine und plane den Tag – mit Anzug oder Sweater.

 

Was unternimmst Du zum Ausgleich?
Jörg: Ich hab zwei tolle Kinder, eineinhalb und vier Jahre alt, die sind der beste Ausgleich, den man haben kann. Aus der Digitalwelt zurück zu Bauklötzen und Matchbox-Autos.

 

Sind die beiden auch schon online?
Jörg: Meine Große hat schon Berührung mit digitalen Medien, das ist spannend zu beobachten. Da bekommt man einen ganz neuen Blick dafür, was man als Konzepter macht und welche Verantwortung man irgendwie trägt. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck „Kleinkind- und Vorstandstauglich“. Wir werden im Internet alle überflutet mit Informationen, da ist es unser Job, dem entgegenzuwirken und Inhalte so intuitiv wie möglich nutzbar zu machen.

 

Wenn jemand nun Lust bekommt, bei der UDG im Bereich Konzeption zu arbeiten – welche Eigenschaft sollte er oder sie unbedingt mitbringen?
Jörg: Neugier. Kreativität. Analytisches Denkvermögen. Das braucht man einfach, um Dingen auf den Grund zu gehen und sie anschließend neu zusammenzusetzen. Und Lust auf Menschen, sonst funktioniert der Job nicht.

 

Zum Schluss noch eine Frage nach Deinen Aussichten: Was siehst Du, wenn Du über den Monitor schaust?
Jörg: Meine tollen Kollegen und eine echt schöne, architektonisch reizvolle Halle.

 

#WORK@UDG

 

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