Social-Media-Trends: Best Practices

Was funktioniert und warum

Die Welt der sozialen Medien befindet sich im ständigen Wandel. Was heute Trend ist, kann morgen schon irrelevant sein. Besonders Marken haben es oft nicht leicht, auf aktuelle Trends aufzuspringen und sie in ihrem meist bereits lange vorgeplanten Contentplan mit unterzubringen. Wer es schafft, Content zu relevanten Themen zu produzieren, kann auf einen deutlich positiveren Ausgang seiner Postings hoffen. Im Folgenden zeigen wir Social Media Best Practices aus verschiedenen Bereichen, erklären die Gründe für ihren Erfolg und schaffen Inspiration für eigenen Content.

 

1. Auf aktuelle Themen und Geschehnisse eingehen

 

Den richtigen Content im richtigen Moment posten, ist schon schwer genug. Auf aktuelle Trends aufzuspringen, die je nach Art teilweise nur wenige Tage andauern, ist noch viel schwerer. Wenn einer Marke dieser kurzfristige Einsatz gelingt, ist bei passender Umsetzung mit positiven Beitragsinteraktionen und hoher Reichweite zu rechnen.

 

2. Giphy

 

GIFs sind keine Neuheit mehr und im Marketing-Mix besonders für das Community Management in höchstem Maße interessant. Man kann aber bei Giphy nicht nur eigene GIFs produzieren und Vorhandene verwenden, sondern auch eigene Sticker entwerfen, welche momentan ausschließlich für Snapchat und die Instagram Story verwendet werden können. Im Laufe der diesjährigen Germanys Next Topmodel-Staffel wurden von ProSiebenSat.1 Media Instagram Sticker von den 20 letzten Kandidatinnen erstellt. User und Fans der Show haben so durch ihren selbst erstellten Content millionenfach die Markenbotschaft verbreitet.

@prosiebensat1 auf GIPHY zum GNTM Finale 2018

@prosiebensat1 auf GIPHY zum GNTM Finale 2018

 

3. Instagram Stories und Instagram Live

 

Der Trend auf Instagram geht immer mehr weg vom ursprünglichen Image-Feed und hin zu Bewegtbild. Wer die Zahl seiner Follower heutzutage organisch erhöhen, der kommt um Stories, Videos und die konstante Nutzung der verschiedenen Formate nicht mehr herum. In der Instagram Story kann man seine User abseits des gespielten Contents auf dem Kanal zu vielfältigen Themen abholen und diese verschiedenen Formate dann in den Highlights ordnen und kategorisieren. Mit der Live-Funktion bieten sich ganz neue Möglichkeiten für das Influencer Marketing, es können außerdem Einblicke hinter die Kulissen gewährt werden (im eigenen Unternehmen oder auf Events). Auch Gewinnspielformate lassen sich durch die Live-Funktion veranstalten oder authentisch auslosen, wie es Saturn Deutschland in Kooperation mit Hans Sarpei kürzlich zur Fußball-WM gezeigt hat. Zu drei Terminen ist Hans Sarpei für jeweils eine Stunde über den Instagram Kanal von Saturn Deutschland live gegangen. User hatten nun die Möglichkeit, sich zum Livegang zuzuschalten und fünf Fußball-Fragen von Hans gestellt zu bekommen. Wer alle Fragen beantworten konnte, bekam einen Preis und der nächste Kandidat kam an die Reihe. Auch das Unternehmen flyNYON geht fast täglich live und nimmt seine User mit auf die vielen spannenden Helikopterflüge, welche das Unternehmen in vielen großen Städten der USA anbietet.

 

@saturn auf Instagram in Kooperation mit Hans Sarpei zur Fußball WM 2018

@saturn auf Instagram in Kooperation mit Hans Sarpei zur Fußball WM 2018

 

4. IGTV

 

Das kürzlich veröffentlichte IGTV bietet neue Möglichkeiten, auch längere Bewegtbild-Formate ins Leben zu rufen. IGTV, also Instagram Television, kann entweder in der bereits existierenden App von Instagram genutzt werden, ist aber auch als eigenständige App in den Stores verfügbar. Erste Vertikal-Vlog-Formate bilden sich heraus und Creator wie Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich an das Vertikal-Format anzupassen. Formate, die ursprünglich für die Instagram Story oder YouTube entwickelt wurden, bieten sich natürlich an, um IGTV zu testen, jedoch sollte man stets hinterfragen, ob der bereits produzierte Content auch wirklich für die neue Plattform geeignet ist.

 

 

5. Influencer Marketing

 

Wir haben das Wort im vergangenen Jahr vermutlich mehr als genug gehört und viele Beispiele für Influencer Marketing gesehen – ob nun gut oder schlecht. Fest steht, der Markt baut sich enorm schnell aus, immer mehr Unternehmen möchten auf den „Influencer-Zug“ mit aufspringen – zu Recht. Zahlreiche Kooperationen hat es in der Vergangenheit gegeben, aber welche davon waren wirklich authentisch und führten nicht nur für die Marke zum Erfolg, sondern auch für den kooperierenden Content Creator? Das Stichwort für zukünftiges Influencer Marketing sollte Authentizität heißen, denn an dieser mangelt es leider allzu häufig, wie uns Firmen wie Coral, Bifi und vielerlei Mode- und Uhrenmarken immer wieder vor Augen halten. Gute Beispiele hingegen sind selten, aber sie gibt es:

 


6. Bashing

 

Bashing gibt es unter Unternehmen schon sehr lange. Große Konkurrenten wie Burger King und McDonalds sind hier sicherlich Vorreiter (https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=KAupGnoG3m4). In Social Media ist ein gelungener Bash nicht immer der Schuss gegen den „Erzfeind“, nein, es kann auch eine Person des öffentlichen Lebens sein. Im Rahmen der legalen Möglichkeiten können klug eingesetzte Postings für viel Aufsehen sorgen, nicht nur bei der eigenen Community. Marken wie die BVG, Sixt und Edeka sind hier, vor allem auf Facebook, gute Beispiele.

7. Facebook Live

 

Es scheint, als würden viele beim Live-Feature von Facebook immer noch nicht so recht wissen, wie sie damit umgehen sollen. News-Seiten nutzen es für die Übertragung tagesaktueller Nachrichten und Ereignisse, andere Unternehmen konzentrieren sich auf Events und sportliche Veranstaltungen, doch dann hört es schnell auf. Seiten wie UNILAD zum Beispiel haben mithilfe der Live-Funktion bereits Spiele innerhalb der Community gespielt, Supermärkte wie LIDL schon eine eigens für Facebook Live kreierte Show abgehalten. Auch Gewinnspiele können interaktiv per Live-Funktion ausgeführt und ausgelost werden.

 

 

 

8. Markenkooperationen

 

Spätestens seit dem BVG-Schuh sollte allen klar sein, dass Kooperationen verschiedener Marken miteinander durchaus erfolgreich sein können. Nicht immer muss es gleich etwas so Großes sein wie bei der Kampagne rund um den Schuh der BVG, nein, auch kleinere Kooperationen bieten sich an und lassen beide Marken voneinander profitieren. Die Facebookseite Visual Statements zum Beispiel hat sich auf Copy-Images spezialisiert und erreicht hier monatlich ein Millionenpublikum zu unterschiedlichsten Themen. Nicht lange hat es gedauert, bis das Unternehmen auch authentische Möglichkeiten gefunden hat ihren Content in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen zu produzieren und zu nutzen. Andere Beispiele für erfolgreiche Kooperationen sind Adidas x BVG und Burger King x Budweiser.

 

Die Social-Media-Welt befindet sich in einem ständigen Wechsel. Trends, Apps und Hypes kommen und gehen. Als Marke sollte man mutig sein und verstehen, dass Social Media oft auch mal unorthodoxe Wege gehen sollte, um erfolgreich zu sein.

 
 
Marcus Schneider

Über den Autor:

Marcus Schneider ist Junior Social Media Manager bei UDG United Digital Group. Auf Instagram entdeckt er als @marcusberlin urbane Architektur, kooperiert mit Marken und anderen Content Kreatoren. Wenn er gerade nicht seine Kamera in der Hand hat, dann sein Smartphone.

 

#Social-Media-Trends


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