Ideen für Sprachassistenten entwickeln

Vieles ist möglich, nicht alles ist sinnvoll

Sprachassistenten erobern die Wohnzimmer und unseren Alltag. Die großen US-Tech-Konzerne versuchen, mit ihren Produkten den Markt einzunehmen: Apple mit Siri, Amazon mit Alexa, IBM mit Watson, Google mit Google Assistent und Microsoft mit Cortana. Die Verbreitung der Hardware – meist in Form von smarten Lautsprechern – geht derzeit schneller voran, als die Nutzungspotenziale erschlossen werden.

 

(Foto: Andrea Arena/unsplash.com)

(Foto: Andrea Arena/unsplash.com)

 

Zukunftsorientierte Unternehmen suchen deshalb nach Ideen, wie sie den Trend für sich nutzen können. Nicht alle Anwendungsszenarien, die möglich sind, sind auch sinnvoll. Wozu einer Waschmaschine per Sprachsteuerung das gewünschte Programm mitteilen, wenn es mit dem Drehregler viel schneller geht?

 

Deshalb müssen Firmen, die sich mit einer Anwendung für den Assistenten positionieren möchten, als Erstes kritisch nach dem Mehrwert fragen und evaluieren, ob sie über die technischen Voraussetzungen für ein Voice-Personal-Assistant-Projekt verfügen. Unternehmen, die ihre Daten bereits formatneutral hinterlegt haben und über konsistente Schnittstelle verfügen, sind klar im Vorteil, wenn sie Skills bereitstellen wollen, die tief mit Produktdaten und Abläufen verzahnt sind.

 

Sobald eine Idee für eine Anwendung mit echtem Mehrwert gefunden ist und die technischen Grundlagen geschaffen sind, stellt sich die Frage nach der Plattform. Dabei sind drei Aspekte zu beachten:

  • Auf welchen Plattformen erreicht das Unternehmen seine Zielgruppe am besten?
  • Was bringt eine Präsenz auf möglichst vielen Plattformen – und was bedeutet sie für Implementierungsaufwände, Komplexität und Betrieb?
  • Stimmen die Strategien des Anbieters und die des Unternehmens überein oder kommt es hier zu Konflikten?

Mein Wunsch ist deshalb eine Lingua franca für das Anbieten und Integrieren von Assistenz- und Voice-Services. Die Komplexität und der Aufwand für Anbindung und Betrieb der verschiedenen VPA Plattformen wäre enorm reduziert. Hardware-Devices wären nicht mehr fest mit einem VPA gekoppelt, sondern könnten flexibel das System wechseln oder mehrere VPAs nutzen. Aber haben die Anbieter überhaupt Interesse daran? Oder geht es ihnen darum, den maximalen Lock-in auf der eigenen Plattform zu erzeugen?

 

Worauf Unternehmen achten müssen, warum sich Alexa und Cortana künftig verstehen und ob der Markt für Sprachassistenten sich zum Duopol enzwickeln wird, erklärt Mathias Reinhardt in “Sprachassistenten: Auf dem Weg zum zweigeteilten Markt?” auf internetworld.de.

 
 
Mathias Reinhardt

Über den Autor:

Mathias Reinhardt ist Managing Partner und Mitbegründer der UDG United Digital Group. Seit zwanzig Jahren berät der Diplom-Wirtschaftsinformatiker Unternehmen rund um große E-Commerce- und Digital-Plattform-Projekte – von Technologiestrategie und Architektur bis zu Projektorganisation und Vorgehensmodellen.

 

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