Keine AdWords mehr in rechter Spalte

Author | florian.langer@udg.de
22 Februar 2016 | | 3 Comments

Heatmaps zeigen stärkeren Fokus auf bezahlte Anzeigen

Auf der Google-Suchergebnisseite werden AdWords-Anzeigen ab heute nicht mehr rechts neben den natürlichen Ergebnissen angezeigt. Diesen Schritt hat Google ohne eine vorherige Ankündigung oder Benachrichtigung an Account-Betreuer durchgeführt. Die Änderung gilt weltweit.

 

Damit nähern sich die Suchergebnisseiten auf Computern optisch immer mehr denen auf Smartphones an. Darin wird auch der Grund der Umstellung vermutet. Mobile wird für Endkunden und damit auch Google immer wichtiger, und das führt zu einer nahezu einheitlichen Darstellung über alle Geräte hinweg.

 

Bei stark kommerziellen Suchanfragen können ab sofort bis zu vier Anzeigen über den natürlichen Suchergebnissen dargestellt werden. Dies wird auf Suchanfragen mit hohem Suchvolumen wie zum Beispiel nach Hotels zutreffen.

 

Weitere AdWords-Anzeigen werden unter den natürlichen Suchergebnissen dargestellt (bis zu drei Stück). Wenn auf die nächsten Seiten weitergeklickt wird, werden dort auch sowohl über als auch unter den organischen Ergebnissen jeweils drei bis vier bezahlte Anzeigen dargestellt.

 

Es gibt allerdings auch Ausnahmen: die Ergebnisse für Shopping können weiterhin rechts neben den natürlichen Ergebnissen dargestellt werden. Auch das Knowledge Panel, in dem Informationen über Unternehmen oder berühmte Persönlichkeiten aus verschiedenen online zur Verfügung stehenden Quellen zusammengestellt werden, wird weiterhin rechts neben den natürlichen Suchergebnissen erscheinen.

 

Wie sich dies auf die Performance der AdWords-Anzeigen auswirkt, bleibt abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein deutlich stärkerer Kampf um die Anzeigenpositionen eins bis drei beziehungsweise eins bis vier auftritt. Spannend wird auch die Entwicklung der Klickpreise für die Positionen eins bis vier sowie fünf bis sieben. Auf jeden Fall wird Bewegung in die AdWords kommen.

 

Was wir aber bereits sagen können ist, wie gut die neuen Anzeigenpositionen von Nutzern wahrgenommen werden. Dazu haben wir zwei Heatmaps erstellt, auf denen zu erkennen ist, wo Nutzer am längsten hinsehen:

  • eine mit AdWords-Anzeigen über den organischen Ergebnissen und Shopping-Ergebnissen auf der rechten Seite
  • sowie eine mit den vier neuen Top-Positionen, ohne Anzeigen auf der rechten Seite.

Heatmap für Suchergebnisse mit AdWords-Anzeigen oben und Shopping-Ergebnissen rechts

Heatmap für Suchergebnisse mit AdWords-Anzeigen oben und Shopping-Ergebnissen rechts

Heatmap mit AdWords-Anzeigen ausschließlich über den organischen Ergebnissen

Heatmap mit AdWords-Anzeigen ausschließlich oben

 

Dabei lässt sich erkennen, dass auf den bezahlten Anzeigen deutlich mehr Fokus liegt als auf den natürlichen Ergebnissen, die je nach Darstellungsweise nun noch weniger sichtbare Fläche „above the fold“ einnehmen als seither. AdWords Anzeigen in Top-Positionen werden in Zukunft also noch wichtiger für Unternehmen werden, um konkurrenzfähig zu bleiben.

 
florian langer

Über den Autor:

Florian Langer berät seit über zwölf Jahren Unternehmen bei der digitalen Vermarktung sowie der Erhebung und Analyse von Daten. Besonders wichtig sind ihm die Detailtreue in der Analyse und die Kreativität in der Umsetzung. Florian Langer ist Gründungsmitglied und Managing Director der UDG United Digital Group in Heimsheim.

 

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